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Billige oder teure Festplatten – welche sind besser?

Toshiba FestplattenWie bei vielen elektronischen Geräten stellt sich auch bei der Festplatte die Frage, ob die billigen oder die teuren Modelle besser sind. Noch immer wird bei der Suche nach hochwertigen Produkten oft mit dem Spruch „wer billig kauft, kauft zweimal“ argumentiert. Doch trifft das auch auf Festplatten zu und erhalten Sie mit der Entscheidung für ein teures Modell automatisch auch ein besseres Speichermedium? Wir haben uns die Preise für Festplatten sowie diverse Testurteile angesehen und verraten Ihnen, ob es sich wirklich lohnt, mehr Geld auszugeben als unbedingt nötig.

Die Preise haben sich angenähert

Billige oder teure Festplatten - welche sind besser?SSDs wurden lange als die große Innovation auf dem Technikmarkt gefeiert. Sie galten als langlebiger, robuster und damit auch als anwenderfreundlicher. Doch für den Privatnutzer waren sie lange Zeit unerschwinglich, denn die SSDs waren ungemein teuer. Während Firmen durchaus dazu bereit waren, die Preise zu zahlen, kam die neue Speichermöglichkeit für viele Privatanwender nicht in Frage. Mittlerweile ist das anders. Zwar gelten HDDs noch immer als preiswertere Lösung, doch die Preise für SSDs sind in den letzten Jahren gewaltig gefallen. Wer heute eine Solid-State-Drive Platte kaufen möchte, findet regelmäßig bezahlbare Angebote. Nicht nur online lassen sich die Platten günstig bestellen. Auch im Supermarkt und Discounter finden sie als Aktionsware ihren Platz.

In den vergangenen Jahren fiel der Preis für die SSDs nach Berichten von Fachpublikationen wie Computerworld je Quartal um durchschnittlich 10 Prozent. Dadurch erreichten die Anbieter eine preisliche Annäherung von HDD und SSD. Lag der Preis je Gigabyte 2012 bei der HDD bei 0,09 Euro, mussten für ein Gigabyte SSD im 2,5 Zoll-Format immerhin noch 0,99 Euro bezahlt werden. In den folgenden fünf Jahren folgte ein gravierender Kostenrückgang. Schon 2014 mussten Verbraucher für ein Gigabyte nur noch 0,55 Euro zahlen. Bis 2017 sank der Preis weiter. Für das laufende Jahr wird mit einem durchschnittlichen Gigabyte-Preis von 0,17 Euro bei den SSDs und 0,06 Euro bei den HDDs gerechnet. Zwar sind die HDDs damit noch immer um einiges preiswerter, doch die SSDs werden aufgrund des niedrigeren Preises immer attraktiver.

So ermitteln Sie eine Grundlage für den Preisvergleich

Denken Sie über den Kauf einer neuen Festplatte nach, wird sich Ihnen schnell angesichts der vielen Angebote die Frage stellen, welches Modell tatsächlich günstig ist. Grundsätzlich lässt sich dies anhand des ausgewiesenen Preises kaum sagen. Vielmehr benötigen Sie zunächst einen Taschenrechner. Entscheidend ist beim Preisvergleich immer der Preis je Gigabyte. Die Zollangabe spielt hier kaum eine Rolle, da Sie immer innerhalb einer Größe die Kosten vergleichen sollten.

Um den Preis je Gigabyte zu ermitteln, teilen Sie die Kosten beim Kauf durch die Gigabyte-Anzahl der jeweiligen Festplatte. Beachten Sie, dass bei 2,5 Zoll und 3,5 Zoll großen Festplatten die Gigabytepreise verschieden sind. Neben einer Unterscheidung nach Größen müssen Sie auch aufgrund der verschiedenen Bauarten differenzieren. So kosten SSDs noch immer mehr als HDDs.

Die Bauart ist entscheidend

Einen wichtigen Einfluss auf die Preise nimmt die Bauart. HDDs sind die klassischen Festplatten, die mit vielen beweglichen Teilen versehen sind. Sie sind ein recht zuverlässiges Speichermedium, dessen Eigenschaften in den vergangenen Jahren optimiert wurden.

Mit Einführung der SSD, die keine Festplatte im klassischen Sinne ist, bekam die HDD Konkurrenz. Die innovative Bauweise versprach in der Anwendung erhebliche Vorteile:

Vor- und Nachteile einer SSD Festplatte

  • Die SSDs arbeiten schneller. Sie erreichen höhere Lesegeschwindigkeiten, wodurch ein flüssigeres Arbeiten möglich ist.
  • Bei den SSDs wird auf bewegliche Teile verzichtet. Dadurch sind sie robuster.
  • Sie sind gegenüber Erschütterungen und Stößen nicht so empfindlich, sodass die Daten optimal gesichert werden.
  • Die Lebensdauer der SSDs ist erfahrungsgemäß höher.
  • All diese Vorteile zeigen sich natürlich beim Preis. Zwar sind die modernen Speichermedien heute kein Luxus mehr, doch das Gigabyte schlägt noch immer mit einem deutlichen finanziellen Mehraufwand zu Buche.

Mehrere Hersteller bieten gute Qualität zu vernünftigen Preisen

Ein Vermögen müssen Sie für eine gute Festplatte aber nicht bezahlen. Ist das Budget stark eingeschränkt, ist es natürlich empfehlenswert im Bereich der HDDs nachzusehen, da diese einfach noch immer aufgrund ihrer Bauweise und dem technischen Standard deutlich preiswerter sind. In einem Test bestätigte Computer Bild jedoch, dass es gleich von mehreren bekannten Herstellern preiswerte SSDs gibt. Hier wird beispielsweise auf die Toshiba Q300 Pro verwiesen, die mit 512 Gigabyte für 190 Euro im Handel zu haben ist. Alternativen zu ebenso bezahlbaren Konditionen werden von Kingston und Samsung angeboten.

Entscheiden Sie nach Ihrem persönlichen Bedarf

Wie bei vielen elektronischen Produkten lässt sich auch bei den Festplatten nicht pauschal sagen, dass die teuren Modelle besser sind als die billigen. Es gibt preiswerte Modelle, die aufgrund der Qualität hervorstechen.

Tipp: Umso mehr Speicherplatz die Festplatte bietet, desto teurer ist das Modell auch, da die Preise hier noch immer je Gigabyte verglichen werden. Suchen Sie eine Festplatte, die auf der einen Seite günstig und auf der anderen wirklich gut ist, sollten Sie zunächst Ihren Bedarf ins Auge fassen.

Sowohl bei den internen als auch bei den externen Festplatten gibt es enorme Unterschiede bei der Ausstattung und Bauweise. Möchten Sie nur einige Daten speichern, reichen kleine Festplatten aus. In diesem Fall müssen Sie nicht mehrere hundert Euro zahlen. Achten Sie beim Kauf der Festplatte auf folgende Kriterien:

Kriterium Hinweise
Bauweise Sind Sie auf hohe Lesegeschwindigkeiten und flüssiges Arbeiten angewiesen, sind SSDs für Sie unumgänglich. Werden Sie die Festplatte dagegen überwiegend zum Speichern von eigenen Dokumenten nutzen, um diese beispielsweise zu archivieren, reicht eine HDD aus.
Installation Sie können Ihren PC um eine weitere interne Festplatte erweitern, können aber auch eine externe Festplatte wählen. Interne Modelle setzen immer voraus, dass Sie diese auch einbauen können. Das macht ein gewisses technisches Know-how erforderlich. Anders ist es dagegen bei den externen Modellen, die Sie einfach über ein USB-Kabel am PC anschließen.
Größe Bei der Größe müssen Sie auf zwei Faktoren eingehen. Zum einen handelt es sich hierbei um die Maße der Festplatte und zum anderen um den Speicherplatz. Den Speicherplatz wählen Sie nach Ihrem eigenen Bedarf aus. Möchten Sie die Festplatte beispielsweise häufiger zu Meetings mitnehmen, sollten Sie sich bevorzugt für ein kleines, kompaktes SSD-Modell entscheiden.

Ein Vergleich lohnt sich

Eines sei vorweg genommen: Eine billige Festplatte muss nicht unbedingt schlecht sein. Es gibt bezahlbare Modelle, die wirklich gut sind und Ihnen neben einer zuverlässigen Arbeitsweise auch eine sichere Funktionsweise versprechen. Doch auf einen Preisvergleich sollten Sie nicht verzichten, denn auch innerhalb der Festplattentypen gibt es enorme Kostenunterschiede. Ob Sie eine SSD oder eine HDD wählen, sollten Sie von Ihrem individuellen Bedarf abhängig machen.

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