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Festplatte wird nicht mehr erkannt – was tun?

Was tun, wenn die Festplatte nicht mehr erkannt wirdNormalerweise funktionieren im PC integrierte oder auch externe Festplatten einwandfrei. Sie werden automatisch erkannt und der Benutzer kann seine Daten nach Belieben abgreifen, speichern und bearbeiten. Wenn Ihr System plötzlich die Horrormeldung “Festplatte wird nicht mehr erkannt” anzeigt, müssen Sie aber nicht gleich verzweifeln. In den meisten Fällen, sind die Daten immer noch da und das Problem ist weniger schlimm als es zunächst klingt. Hier sind die häufigsten Lösungen und Tipps für den Fall, dass unter Windows Ihre Festplatte nicht erkannt wird.

Ursachensuche nach System

Das Problem einer nicht erkannten Festplatte kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Das geht beim fehlenden Dateisystem los und hört beim falschen Kabel auf. Wichtig ist, dass Sie bei der Ursachensuche systematisch vorgehen.

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Laufwerk benennen

Damit Ihr PC die Festplatte verwenden kann, muss sie im Windows-System auch auffindbar sein. Der Plattenspeicher landet normalerweise als Verzeichnis mit einem Laufwerk-Buchstaben wie zum Beispiel “F: ” in Windows. Manchmal klappt das jedoch nicht automatisch. So wird die Festplatte nicht mehr erkannt, wenn der betreffende Buchstabe bereits belegt ist. Besonders häufig passiert das bei Festplatten, die schon mal verwendet wurden.

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Lösung: Um das Problem zu beheben, vergeben Sie Ihrer Platte einen neuen Laufwerk-Buchstaben. Hier gehen Sie wie folgt vor:

  • Datenträgerverwaltung über die Cortana-Suche oder Windows öffnen und richtiges Laufwerk suchen. Es ist leicht zu erkennen am fehlenden Laufwerkbuchstaben, der Dateigröße sowie dem Dateisystem (meist taucht das Laufwerk in der Grafik ganz unten auf).
  • Nach einem Rechtsklick direkt auf das Laufwerk öffnen sich ein oder mehrere Balken. Jedem Balken einen Laufwerkbuchstaben verpassen. Dafür klicken Sie nun Laufwerkbuchstaben und -pfade wählen.
  • Wählen Sie nun einen in Ihrem System möglichst noch nicht vergebenen Buchstaben. Manche externen Datenträger haben immer die gleichen Buchstaben, diese sollten Sie möglichst vermeiden

Dateisystem erstellen

In sehr seltenen Fällen fehlt nicht nur der Buchstabe, sondern das gesamte Dateisystem ist nicht mehr auffindbar. Das Laufwerk muss mit einem Dateisystem formatiert werden. Auch hier geht es zunächst über die Datenträgerverwaltung.

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  • Richtigen Datenspeicher suchen, Rechtsklick auf den Balken und Formatieren wählen.
  • Vergeben Sie nun einen Namen und das Dateisystem.
  • Nun unbedingt das Kontextmenü des formatierten Dateisystems öffnen und noch den Laufwerkbuchstaben vergeben.

Neue Partitionierung erstellen

Bei einer völlig neuen Festplatte geht manchmal von vornherein alles schief. Es gibt keine Partitionierung. Partitionen sind die zusammenhängenden, aufeinanderfolgenden Datenblöcke. Dann kann es logischerweise auch kein Dateisystem und auch keinen Laufwerkbuchstaben geben. Hier müssen gleich alle drei Fehler auf einmal behoben werden. Aber auch das ist kein Grund, den Rechner in die Ecke zu feuern. Die Lösung ist ganz einfach:

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  • Wie in den beiden oberen Beispielen öffnen Sie auch hier zuerst die Datenträgerverwaltung.
  • Suchen Sie das richtige Laufwerk (meist die Balken ganz unten, es gibt nur einen schraffierten Kasten mit schwarzem Balken und darin der Hinweis „nicht zugeordnet“).
  • Kontextmenü über den grauen Kasten mit der Datenträgernummerierung öffnen und Datenträgerinitialisierung wählen.
  • Es öffnet sich ein Dialogfeld und nun einfach Vorgabe GPT beibehalten (das legt die Partitionierung an).
  • Kontextmenü des Balkens öffnen und Neues einfaches Volume auswählen.
  • Im Assistenten Größe der Partitionierung festlegen (meist der gesamte Platz standardmäßig).
  • Nun noch den Laufwerkbuchstaben, das Dateisystem und die Bezeichnung festlegen.

Nach all diesen Schritten müsste das Laufwerk nun zur Verfügung stehen. Wenn Windows die Festplatte immer noch nicht erkannt hat, müssen Sie die Hardware überprüfen. Gehen Sie hierzu folgende Schritte durch:

Externe Festplatten werden häufig von Laptops nicht erkannt

Neue, externe Festplatten werden häufig von Laptops nicht erkannt. Mit einigen Tricks klappt es plötzlich doch noch.

Anschlüsse und Kabel prüfen

Manchmal versteckt sich der Fehlerteufel aber auch in den Anschlüssen. Vor allem USB-Anschlüsse können mit der Zeit schlicht und einfach kaputt gehen. Für die Fehlersuche probieren Sie am besten einen anderen USB-Port am Rechner aus. Falls Sie nicht einen der neueren USB-C-Anschlüsse am Rechner haben, sollten Sie auch darauf achten, dass Sie einen USB-3-Anschluss mit blauer Buchse verwenden. (USB-2-Anschlüsse sind komplett schwarz.) Oft ist es tatsächlich so, dass USB-Geräte an dem einen Port funktionieren und an dem anderen leider nicht.

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Um tatsächlich alle Fehlerquellen auszuschließen, sollte Sie auch Ihr Datenkabel überprüfen. Durch die mechanische Beanspruchung können Sie brechen. Manche Kabel sind auch nur zum Laden geeignet.

Interne Festplatte wird nicht erkannt: Hardware-Check

Tritt das Problem der Nichterkennung des Laufwerks bei einer internen Festplatte auf, wird es noch ein wenig komplizierter. Interne Festplatten werden meistens mit sogenannten SATA-Steckverbindungen angeschlossen (siehe SATA-Festplatten). Gibt die Platte kein Lebenszeichen mehr von sich, sollten auch hier die Verbindung und das Kabel überprüft werden. Oft reicht es aus, wenn der Anschluss gereinigt wird. Dazu trennen Sie ihren Rechner von der Stromversorgung und ziehen das SATA-Kabel von der Festplatte und dem Mainboard. Nun können Sie die Kontakte vorsichtig mit einem fusselfreien Tuch und wenig Alkohol reinigen.

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Eventuell reicht auch die Stromversorgung des Datenträgers nicht aus. Sogar externe Festplatten, die eigentlich ohne Netzteil funktionieren, können betroffen sein. Dieses Problem tritt vor allem bei Notebook-Festplatten auf, wenn das Notebook über Akku und ohne Netzteil betrieben wird.

Letzte Möglichkeit: Festplatte defekt

Helfen alle Schritte leider doch nicht weiter, ist die Festplatte möglicherweise ernsthaft beschädigt. Das passiert leider häufiger als einem lieb ist. Daher ist es wichtig, regelmäßig Backups von allen wichtigen Daten zu sichern. Sollten Sie von Ihren Daten keine Sicherungskopie erstellt haben, hilft nur die Datenrettung aus der defekten Festplatte.

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Wichtig für die Datenrettung: Um wichtige Daten zu retten, sollten Sie den Datenträger sofort vom Stromnetz trennen. Vermeiden Sie weitere Schreib- und Lesezugriffe, da ansonsten die defekten Bauteile weiter beschädigt werden könnten.

Mit spezieller Wiederherstellungssoftware können Sie versuchen, den Datenträger zu reparieren und Ihre Dateien auf ein neues Speichermedium zu übertragen. Das ist jedoch zeitaufwendig und nicht immer erfolgreich. Um Datenverluste künftig zu vermeiden, sollten Sie regelmäßige ein Backup ihrer Festplatte und Daten erstellen. Inzwischen ist ein komplettes Systemabbild möglich und zu empfehlen. Hierbei können sogar die gespeicherten Programme wiederhergestellt werden.

Bildnachweise: © marcus_hofmann - stock.adobe.com, © studio v-zwoelf - stock.adobe.com

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