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Festplatten-Geschwindigkeit bewerten

Dension FestplattenEine Festplatte wird in jedem Computer benötigt. Es stellt sich jedoch die Frage: Was ist das, eine Festplatte? Sie wird als Festplattenlaufwerk oder HDD bezeichnet (engl. Hard Disk Drive) und ist das Speichermedium, auf dem die Daten und Informationen abgelegt werden. Über rotierende Scheiben, die aus Aluminium- oder Magnesiumlegierungen, aus Glas oder anderen Verbundstoffen bestehen, werden mithilfe eines Magnetfeldes die zu speichernden Informationen auf eben diesen Scheiben abgelegt.

Der Grundaufbau einer Festplatte und der Speichervorgang

Festplatten-Geschwindigkeit testenIst der Text geschrieben, das Bild bearbeitet oder die Tabelle erstellt, wird die verfasste Arbeit oftmals zunächst gespeichert. Der Prozess, der im Hintergrund abläuft, ist dabei sehr komplex. Um die entsprechenden Daten technisch ablegen zu können, rotieren die (mit einer Schicht aus Eisenoxid oder Kobalt überzogenen) Metallplatten im Inneren des Metallgehäuses und erzeugen dabei ein kleines Magnetfeld.

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Aufgrund der in Hochgeschwindigkeit kreisenden Platten, entsteht ein Luftpolster, auf welchem sich der Schreib- und Lesekopf über die Platten bewegt. Die winzigen Partikel  aus der Oberflächenschicht verschieben sich nun durch die verschiedenen Pole unter dem Einfluss des Magnetfeldes. Diese unterschiedlichen Polungen entsprechen dabei den Einsen und Nullen binärer Daten. Dabei wird die Kapazität einer Festplatte durch die Fläche begrenzt, die magnetisiert werden kann.

Tipp: Festplatten in der Nähe starker Magneten sind ein No-Go, da sie die auf der Festplatte abgelegten Daten unwiederbringlich löschen.

Bestandteil Hinweise
Metallgehäuse Die eigentliche Festplatte befindet sich in einem geschlossenen und luftdichten Metallgehäuse. Die Luft in dieser Kammer ist gereinigt, also absolut staubfrei, um Kratzer auf den Scheiben zu vermeiden.
Anschlussleiste Die Schnittstelle, die zum Kontakt mit dem Computer dient (zum Beispiel ein USB-Anschluss).
Metallplatten (engl. „platter“) oder Plattenteller Diese bestehen aus Aluminium- oder Magnesiumlegierungen, aus Glas oder anderen Verbundscheiben (abhängig davon, welche Datendichte erreicht werden soll) und sind mit einer Eisenoxid- oder Kobaltschicht überzogen, die der eigentlichen Datenspeicherung dient. Die Scheiben sind um eine Achse montiert, um die sie rotieren und dazwischen befinden sich jeweils Luftpolster.
Schreib- und Lesekopf Der Schreib- und Lesekopf wird über einen kleinen Motor betrieben und greift zwischen die Scheiben, um dort mithilfe eines Magnetfeldes die Eisenoxid- oder Kobaltschicht zu polarisieren.

Alternativ zur HDD: die SSD-Karte (Solid State Drive)

Neben der beschriebenen HDD gibt es mittlerweile ein weiteres Speichermedium, die SSD-Karte. Die Funktionsweise ist ähnlich, nur dass die Informationen bei einer SSD-Karte im sogenannten Flash-Speicher abgelegt werden. Statt der Informationsablage durch die Magnetisierung wird beim Flash-Speicher auf die Ladezustände der Flash-Zellen gesetzt. Aus diesem Grund kommt die SSD-Karte ohne Lese- und Schreibkopf aus, denn sie nutzt ein Netz aus elektrischen Zellen, um die Informationen zu senden und zu empfangen. Bei den SSD-Karten unterscheidet man in verschiedene Arten. Flash-basierte SSD speichern ihre Informationen in Form von elektrischer Ladung und SDRAM basierte SSD-Karten nutzen hierfür RAM-Bausteine. Und es gibt die Kombination beider.

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Vorteile der SSD-Karte gegenüber einer HDD

  • geräuschloser Betrieb
  • kurze Zugriffszeiten, aufgrund des fehlenden Lese- und Schreibkopfes
  • niedriger Stromverbrauch

Festplattengeschwindigkeit bewerten

Zur Ermittlung der Festplattengeschwindigkeit gibt es eine Vielzahl verschiedener und kostenfreier Programme, die genutzt werden können. Eine bewährte Software, die komplett kostenfrei zugänglich ist und recht gute Bewertungen erzielt hat, ist CrystalDiskMark. Sie überprüft die Lese- und Schreibgeschwindigkeit von klassischen Festplatten (HDDs), SSD-Karten und kann auch für USB-Speichergeräte verwendet werden. Um zu einem Ergebnis zu kommen, beschreibt die Software mehrmals Datenblöcke in verschiedener Größe, die anschließend wieder ausgelesen werden. Die durchschnittlichen Werte führen zum Vergleichsergebnis der Festplattengeschwindigkeit. Doch man braucht nicht unbedingt eine Software, um die Festplattengeschwindigkeit zu überprüfen. Mit ein paar Klicks ist das auch direkt am PC oder Laptop möglich.

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Hierfür kann folgende Anleitung genutzt werden:

  1. Mit einem Rechtsklick auf das Windows Symbol in der unteren linken Ecke öffnet sich das Menü. Im Suchfeld kann nun „Windows PowerShell (Administator)“ ausgewählt werden.
  2. Zum Überprüfen der Lesegeschwindigkeit wird der Befehl winsat disk -seq -read -drive x eingegeben, wobei für den Buchstaben x der Buchstabe des zu überprüfenden Laufwerks eingetragen wird. Nach dem Klick auf die Enter-Taste, arbeitet der Rechner und das dauert einen Moment.
  3. Nach abschließender Prüfung werden die Werte unter Disk Sequential Read angezeigt. Bei dem ersten gezeigten Wert handelt es sich um die tatsächliche Geschwindigkeit der Festplatte. Eine HDD sollte hier einen Wert von 250MB/s erreichen und eine SSD um die 500MB/s. Der zweite angezeigte Wert zeigt eine Bewertung der Geschwindigkeit auf einer Skala von 1-10. Zehn ist der beste zu erreichende Wert und 1 entsprechend der schlechteste.
  4. Zum Überprüfen der Schreibgeschwindigkeit wird folgender Befehl genutzt: winsat disk -seq -write -drive x, wobei auch hier das x mit dem Buchstaben des Laufwerks überschrieben wird. Nach dem Klick auf die Enter-Taste dauert es erneut einen kleinen Moment, bis die Schreibgeschwindigkeit ermittelt ist.
  5. Unter Disk Sequential Write werden wieder 2 Werte angezeigt. Der erste steht für die Schreibgeschwindigkeit und der zweite zur Bewertung dieser.

Über die Bewertung der Schreib- und Lesegeschwindigkeit ist erkennbar, ob diese entsprechend „gut“ ist. Ist die Bewertung weniger gut ausgefallen, kann dies verschiedene Gründe haben. Vielleicht ist der Datenträger mit Musik und Filmen belegt, die die Geschwindigkeit beeinflussen. Diese sollten am besten auf einem externen Datenträger oder in einer Cloud abgespeichert werden. Bei den HDDs gibt es eine weitere Möglichkeit, die die Geschwindigkeit negativ beeinflusst: Durch das Speichern und Löschen von Daten sind die Informationen nur „häppchenweise“ gespeichert.

Tipp! Von Zeit zu Zeit bietet es sich aus diesem Grund an, die Festplatte zu defragmentieren. Bei diesem Vorgang werden die Daten so umgeordnet, dass zusammengehörigen Teilen auch zusammengehöriger Speicherplatz zugewiesen wird. Das verbessert die Zugriffsgeschwindigkeit teilweise erheblich.

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