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Kaufberatung für Festplatten – darauf sollten Sie achten

Kaufberatung für Festplatten - darauf sollten Sie achtenNutzen Sie PC und Notebook häufig, wird die interne Festplatte sehr schnell zu klein oder wird so stark beansprucht, dass sich das Gerät an sich merkbar verlangsamt. Um weiter von hohem Nutzungskomfort und flüssiger Bedienung profitieren zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Schaffung eines externen Speichers in Form der externen Festplatte. Die andere bezieht sich auf eine weitere interne Festplatte, die Ihnen die Aufstockung Ihres PCs und Laptops einräumt. Beide Bauarten bieten Vor- und Nachteile. Doch worauf müssen Sie beim Kauf der Festplatten achten und wann ist es überhaupt empfehlenswert, eine neue Festplatte zu kaufen? Erfahren Sie in diesem Kaufratgeber, wie Sie die richtigen Festplatten finden und auf welche Besonderheiten Sie beim Kauf achten müssen.

Entscheiden Sie nach Ihrem Bedarf

Kaufberatung für Festplatten - darauf sollten Sie achtenOb Sie tatsächlich eine neue Festplatte benötigen, hängt von Ihrem Bedarf und der individuellen PC-Nutzung ab. Spielen Sie häufig mit Ihrem PC, sind Sie auf eine recht große Festplatte angewiesen, denn nur dann können Sie auf alle Spielfunktionen zurückgreifen. Ein großer Teil der vom Hersteller verbauten Festplatte wird bereits von dem Betriebssystem beansprucht. So benötigte bereits Windows Vista für den reibungslosen Betrieb rund 10 GB. Wird der Speicher auf der vorhandenen Festplatte knapp, bekommen Sie dies bei der PC-Nutzung schnell zu spüren, denn die Geräte verlangsamen sich teilweise dramatisch.

Möchten Sie den Speicher des Rechners generell erhöhen, liegt der Fokus oft auf internen Festplatten. Externe Modelle werden dagegen gern genutzt, wenn Fotos, Dokumente und auch Videos nicht direkt auf dem Gerät gespeichert werden sollen.

Die wichtigsten Eckdaten interner Festplatten

Interne Festplatten können Sie in Ihrem PC auf verschiedene Art verarbeiten. Sie können die alte Festplatte durch eine Neue und Größere austauschen. Es bietet sich aber auch die Möglichkeit an, eine interne Festplatte zusätzlich zu den bereits bestehenden zu verbauen. Die meisten Desktop-PCs sind so gebaut, dass Sie für den Einbau Ihrer neuen Festplatte genügend Platz finden.

Tipp: Bei einem Notebook ist das oft nicht so einfach möglich. Hier stößt der Einbau einer weiteren, internen Festplatte an ihre räumlichen Grenzen.

Es gibt verschiedene Eckdaten, auf die Sie beim Kauf der internen Festplatten eingehen sollten. Wichtig sind beispielsweise die vorhandenen Schnittstellen.

Schnittstelle Hinweise
IDE-Schnittstelle Bei den Festplatten für den privaten Einsatzbereich galten die IDE -Schnittstellen lange Zeit als Maß der Dinge. Mittlerweile sind sie bei aktuellen Modellen nur noch selten zu finden. Hat eine Festplatte eine IDE-Schnittstelle, kann diese im Slave-Modus betrieben werden. Um dies zu gewährleisten, kommen hier oft recht große Stecker und starke Kabel zum Einsatz. Dadurch wird die Luftzirkulation im Gehäuse beeinflusst. Der Lüfter des PCs muss in diesem Fall um einiges mehr leisten als in einem PC mit nur einer Festplatte, wodurch es zu einer stärkeren Geräuschentwicklung kommt.
Serial-ATA Schnittstelle Moderne PCs arbeiten mittlerweile überwiegend mit der Serial-ATA-Schnittstelle. Mit ihr konnte die lange vorhandene DIE-Technik konsequent weiterentwickelt werden. Von dieser unterscheidet sie sich in einem wesentlichen Punkt: So werden für die Serial-ATA-Schnittstellen weder der Slave noch der Master-Modus benötigt. Darüber hinaus können sie auch größere Datenmengen ohne Einschränkungen transferieren. Bei den Serial-ATA-Schnittstellen werden dünnere Kabel eingesetzt, die im Gehäuse mehr Platz lassen. Dadurch muss der Lüfter hier nicht so intensiv arbeiten wie bei den DIE-Schnittstellen. Es entsteht also ein geringerer Lärmpegel, was vor allem bei umfangreicher PC-Arbeit sehr angenehm ist.

Festplatten, die eine Serial-ATA-Schnittstelle haben, gelten als zukunftsgerechte Lösung. Die Festplatten kommen mit einem deutlich geringeren Stromverbrauch aus. Neben den genannten beiden großen Schnittstellen gibt es weitere, die bei internen Festplatten verarbeitet sein können. Dazu gehören

  • SCSI
  • Fibre-Channel und
  • SAS

Neben den Schnittstellen spielt immer auch die Rotationsgeschwindigkeit eine wichtige Rolle.

Tipp! Die Rotationsgeschwindigkeit gibt an, wie viele Scheibenumdrehungen eine Festplatte pro Minute schafft. Als Einheit dient hierbei U/Min.

In Abhängigkeit von dem Festplattenmodell und dem Gerät, in dem sie eingesetzt wird, gibt es große Unterschiede. Die meisten PC-Festplatten arbeiten mit 7200 U/Min. In einigen Ausnahmefällen werden hier deutlich höhere Geschwindigkeiten von 10.000 U/Min erreicht. Diesen stehen ältere Notebooks gegenüber, die oft nicht auf mehr als 4200 U/Min kommen. In den neuen Laptops setzen die Hersteller auch eine größere Geschwindigkeit um. So haben aktuelle Festplatten für Laptops meist eine Geschwindigkeit von wenigstens 5400 U/Min bis hin zu 7200 U/Min. Die Umdrehungszahl bestimmt prinzipiell das Arbeitstempo einer Festplatte. Das heißt: Dreht sich Ihre Festplatte besonders schnell, arbeitet sie auch deutlich schneller als andere Modelle. Die hohe Geschwindigkeit soll Ihnen vor allem eine reibungslose Arbeitsweise garantieren, doch sie hat nicht nur Vorteile. Laufen Festplatten schneller, entstehen in der Regel auch lautere Geräusche, die Sie bei der Arbeit am PC wahrnehmen werden.

Die richtige Gigabyte-Zahl

Suchen Sie eine Festplatte, müssen Sie zum einen auf die Maße achten und zum anderen auf die Anzahl der Gigabyte. Auch sie ist für die Qualität der Platte ausschlaggebend. Bei der Anzahl der Gigabyte ist immer von der Festplattengröße die Rede. Um herauszufinden, welche der vielen möglichen Festplatten die günstigste Wahl ist, ist es immer empfehlenswert, den Preis je Gigabyte zu ermitteln. Dies ist relativ einfach möglich:

Preis der Festplatte / Anzahl der Gigabyte.

Die Hersteller der Festplatten geben hier prinzipiell einen Bruttowert an. Dieser entspricht nicht der Nettogröße. Möchten Sie diese vor dem Kauf ermitteln, teilen Sie die angegebene Zahl an GB einfach durch den Faktor 1,074. Doch warum müssen Sie diese Umrechnung vornehmen? Die Antwort ist simpel. Während die Hersteller der Festplatten immer nach dem dezimalen Zahlensystem arbeiten und auch nach diesem die Eckdaten berechnen, bewegt sich der PC selbst im sogenannten binaren System. Das heißt, die angepriesenen 500 GB stehen Ihnen hier in der Regel nicht zur Verfügung. Diese Zahl schrumpft schnell auf 465 GByte.

Alternativen zur internen Festplatte

Nicht immer ist eine interne Festplatte die richtige Wahl. Möchten Sie trotzdem auf mehr Speicher zurückgreifen, sind auch entsprechende Alternativen möglich. Neben der externen Festplatte, die meist über einen USB-Anschluss an den PC gebunden wird, gibt es die sogenannten SSD-Festplatten.

Vor- und Nachteile einer Festplatte

  • Mit ihnen entscheiden Sie sich für eine innovative Bauweise, die ohne die bislang bekannte Festplattentechnik arbeitet.
  • Es gibt bei der sogenannten Solid-State-Disk keine beweglichen Teile. Stattdessen finden hier Flash-Bausteine Anwendung. Diese Bausteine werden benötigt, um das Datenvolumen zu speichern.
  • Die SSD-Festplatten orientieren sich mit ihrer Bauweise an der Datenspeicherung bei USB-Sticks.
  • An sich gelten sie aufgrund ihrer Bauweise als sehr robust, denn hier können keinerlei mechanische Probleme die Funktionstüchtigkeit einschränken. Außerdem kommen sie mit weniger Energie aus und die Geräuschentwicklung ist geringer.
  • SSD-Festplatten sind meistens noch teurer als HDD-Festplatten.

Behalten Sie technische Eckdaten im Blick

Möchten Sie die Speicherkapazität Ihres PCs oder Laptops erweitern, ist dies am einfachsten über den Einsatz von weiteren Festplatten möglich. Auf dem Markt haben sich drei wesentliche Bauweisen durchgesetzt. Mit den internen Festplatten gibt es das Gegenstück zu den externen Festplatten. Die SSD-Festplatten bestechen durch ihre besondere Bauform. Sie sind sehr robust und sparsam. Für alle drei Bauweisen gilt: Brutto- und Nettogröße weichen voneinander ab, da die Hersteller und Computer mit verschiedenen Systemen arbeiten. So werben die Hersteller zwar mit hohen Gigabyte-Zahlen, nach dem Einsatz im PC fallen diese aber oft deutlich geringer aus.

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