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Festplatte defragmentieren und optimieren

Dension FestplattenMit der Zeit wird eine Festplatte immer langsamer und büßt das Tempo automatisch ein. Abhilfe verschafft man sich, wenn man die Festplatte defragmentiert. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Tools und Möglichkeiten. In den meisten Computern steckt eine Festplatte. Diese Festplatte übersteht die viele Schreibvorgänge, bzw. Löschvorgänge. Etwas anders sieht es zum Beispiel im Vergleich dazu mit einer SSD aus. Im Zeitverlaufe sinkt das Tempo von einer Festplatte immer.

Warum ist das so?

Festplatte defragmentieren und optimierenWer mit großen Videodateien arbeitet oder häufig komplexe Programme aufruft, bemerkt wie die Leistung mit der Zeit sinkt. Das Laufwerk muss mit erhöhtem Aufwand die benötigten Daten einlesen. Dieser Bremseffekt ist leider ganz normal. Das Ziel ist es, durch eine Defragmentierung die Dateien sinnvoll neu anzuordnen.

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Unbedingt folgendes beachten:

  • SSD oder HDD Festplatte?
  • Windows optimiert automatisch
  • Vorsicht bei kostenlosen Internetprogrammen
  • Meist bei älteren Festplatten sinnvoll
  • Defragmentierung bei neuen PCs unnötig

Der Bremseffekt auf Festplatten

Eine Datei besteht aus mehreren einzelnen Teilen. Diese werden nur dann ohne Verzögerung geöffnet, wenn sie hintereinander auf der Festplatte abgespeichert sind. Diese sinnvolle Ordnung, die am Anfang noch gegeben ist, verändert sich aber mit der Zeitpunkt. Der Grund sind sowohl Schreibvorgänge, als auch Speichervorgänge und Löschvorgänge, die immer wieder vorkommen.

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Teile von Videos oder Fotos liegen deshalb oft weit über die ganze Festplatte verteilt. Dadurch ist der Schreiblesekopf gezwungen, alles aufwändig und intensiv zusammenzusuchen und die einzelnen Fragmente zusammenzubringen. Bei dem Schreiblesekopf handelt es sich um ein mechanisches Element. Dieses ist mit dem Tonarm von einem Plattenspieler vergleichbar. Die Bewegung erfolgt von außen nach innen über die rotierenden Scheiben aus Magnet und wieder retour. Erst dann, wenn die abgefragten Daten zusammengetragen wurden, kommen diese in den Arbeitsspeicher.

Tipp! Mit einem Tool werden die Anordnungen der Fragmente analysiert und wieder neu zusammenhängend angeordnet. So muss der Schreiblesekopf bei einem Datenabruf kürzere Wege zurücklegen. Die Vorgänge für Lesen und Schreiben erfolgen dann viel schneller und der PC wird insgesamt fixer.

Festplatte mit Windows defragmentieren

Unter Windows 8 oder Windows 10 funktioniert das Defragmentieren der Festplatte relativ einfach. Im Suchfeld wird einfach nur „defrag“ eingegeben. Nun wird auf Laufwerk „Defragmentierung“ und „optimieren“ geklickt. Es wird das jeweilige Laufwerk ausgewählt, um das es geht und welches defragmentiert werden sollte. Nun erfolgt ein Mausklick auf „optimieren“. In der Folge wird das Laufwerk von Windows automatisch optimiert.

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Viele wissen gar nicht, dass sich Windows und das Betriebssystem eigenständig um die Optimierung kümmern. Diese Optimierungseinstellung ist in den Standardeinstellungen hinterlegt. Sie wird einmal wöchentlich durchgeführt. Der Prozess muss daher nicht unbedingt von Hand erfolgen.

Windows 7 Festplatte Defragmentierung Die Kommandozeile für Windows zum Defragmentieren
  • Startmenü öffnen
  • Suchzeile „defrag“ eingeben
  • auf Defragmentierung klicken
  • Laufwerk auswählen und auf Defragmentierung klicken
  • auf Datenträger „fertig stellen“ anklicken
  • Tastenkombination WIN + R
  • cmd eintippen und Return drücken
  • defrag c: eingeben, wenn beispielsweise das Laufwerk C defragmentiert werden sollte

Die Arbeit beginnt sofort. Die Wartezeit dauert normalerweise nur wenige Minuten. Währenddessen ist es möglich, auf dem Rechner weiterzuarbeiten. Der Vorgang der Defragmentierung kann auch abgebrochen und angehalten werden.

Wie funktioniert ein Programm?

Die Festplatte kann beschleunigt werden, wenn spezielle Defragmentierungsprogramme verwendet werden. Auch dadurch können die verstreuten Dateien zusammengefügt werden. Durch dieses Werkzeug werden die Dateien wieder zusammengefügt, die auch zusammengehören. Der Lesekopf kann dann die Festplatte besser lesen.

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Vor- und Nachteile des Defragmentierens

  • Defragmentierung: PC arbeitet schneller
  • mehr Speicherplatz durch neue Anordnung
  • Daten können schneller auf die Festplatte geschrieben werden
  • System bleibt stabil
  • Festplatte kann schneller verschleißen
  • wird zu oft defragmentiert, entsteht Hitze
  • eher bei alten Festplatten sinnvoll

Macht eine Defragmentierung bei SSD Festplatten Sinn?

Auf diesen Festplatten werden die Dateien blockweise gespeichert. Nun fragt man sich eventuell, ob auch hier eine Defragmentierung sinnvoll ist. Grundsätzlich ist nicht davon auszugehen. Die Funktionsweise von einer SSD ist nämlich ganz anders, als bei herkömmlichen Festplatten. Eine SSD kommt nämlich total ohne mechanische Teile aus. Daher gibt es in einer SSD keinen Lesekopf und keine drehende Platte. Die Daten lagern auf einem Flash Speicher. Die Speicherblöcke werden daher indirekt verwendet, weshalb eine SSD auch schneller ist, als eine Festplatte. Jede einzelne Speicherzelle wird grundsätzlich immer schneller beim Schreiben oder Lesen von Daten erreicht. Deshalb muss eine SSD nicht defragmentiert werden.

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Schaden durch Defragmentierung der SSD Festplatte

Wie bereits oben erwähnt, bringt es keinerlei Vorteile, wenn eine SSD defragmentiert wird. Ganz im Gegenteil! Das Laufwerk kann von einer Defragmentierung sogar Schaden nehmen. Die Lebenszeit der Speicherzellen ist nämlich relativ begrenzt. Nach einer bestimmten Anzahl von Zugriffen funktionieren die Zellen nicht mehr. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass SSD Zellen relativ langlebig verarbeitet sind. Außerdem werden die Speichervorgänge durch den Controller intelligent verteilt. Die Disks werden also immer im selben Verhältnis verwendet. Durch die gleichmäßige Verteilung ist eine SSD daher sehr langlebig. Die Lebensdauer verkürzt sich allerdings, wenn ein externes Supportprogramm oder ein Betriebssystem mit einer künstlichen Defragmentierung eingreift.

Welche Festplatten sind im PC?

Am besten wird kurz ein Blick in die System Einstellungen von Windows geworfen, um festzustellen, welche Festplatten und SSDs sich implizit dort befinden und ob diese optimiert werden oder nicht. Im Bereich für „mein Computer“ wird auf „Arbeitsplatz“ geklickt. Der rechte Maustastenklick ergibt weitere Informationen, nun wird „Eigenschaften“ ausgewählt. Im Menü klickt man auf „optimieren“.

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Anschließend werden sämtliche verbauten Festplatten aufgelistet. Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine SSD oder HDD Festplatte handelt – hier findet der Nutzer sämtliche Informationen dazu. Windows kann nämlich automatisch erkennen, dass eine SSD Festplatte keine Defragmentierung benötigt.

Tipp! Keine Probleme mit SSD Festplatten: Wer ein modernes Betriebssystem mit SSD Festplatten hat, muss sich also keine Sorgen machen, was das Thema Defragmentierung betrifft. Sowohl MacOS, als auch Linux und Windows setzen in den letzten Jahren vermehrt SSD Festplatten ein. Diese werden automatisch optimiert und funktionieren besser. Deshalb sollte man auch die Finger von viel versprechenden Programmen für das Defragmentieren lassen, wenn man einen neuen Computer hat.

Bildnachweise: Adobe Stock / Patrick P. Palej, Amazon/ Dension

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